Winneden und der Medienterror

Wenn Journalisten ernst machen, dann haben Betroffene nichts mehr zu lachen. Es ist schon erschütternd, wenn nicht zumindest irritierend, wie die Medien zu ihren Bildern und Statements kommen. Denkt man sich dieses Phänomen als Normalzustand, sollte man in der Tat anfangen zu zweifeln, was einem tagtäglich im Fernsehen präsentiert wird.

(via Stefan Niggemeier)

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5 Kommentare

  1. Erstellt am 19. März 2009 um 12:55 | Permanent-Link

    Schöner Beitrag…

    Irgendwie war das ganze erwartbar, überrascht also nicht sonderlich. Interessant ist allerdings die Bestätigung der Erwartungen, und der Beweis für die “hohe Qualität” der angeblich seriösen Berichterstattung auch der Öffis.

    Jedes Land bekommt die Medien die es verdient…die Frage ist immer nur: Womit hat es das verdient? Oder ist es ein zirkulärer Prozess der Erwartungs-Erwartungen? Und wenn ja, gibt es einen Anfang?

    Ganz abgesehen davon, dass diejenigen die die Medien am heftigsten Kritisieren, in der Regel diejenigen sind, die sich den Funktionsprinzipien dankbar beugen um Aufmerksamkeit zu erzielen (Politiker)? Wie sonst ließe sich die Forderung nach Qualität und die gleichzeitige Bedienung von Betroffenheitsmeldungen, verkürzten Kausalattributionen bzw. Erwartungen nach einfachen Ursachenzuschreibungen beschreiben, wenn nicht mit “Hypocrite!”?

    Das kann einen aus systemdenkerischer Sicht nicht wirklich wundern, und trotzdem geht es nicht ohne gewisse emotionale Reaktion an einem vorüber….

  2. Erstellt am 21. März 2009 um 12:05 | Permanent-Link

    Hier noch was interessantes, das aber gleichzeitig fast schon hanebüchen klingt – gibt es Amokläufe? Meines Erachtens zwar interessante Fragen, aber ich weiss nicht ob ich daraus wirklich auf geplantes Handeln von Organisationen schließen will…

    http://info.kopp-verlag.de/news/erfurt-amok-der-dritte-mann-teil-1.html

  3. Erstellt am 1. April 2009 um 08:42 | Permanent-Link

    Neues Schulranking @ Titanic:

    http://tinyurl.com/cccjsv

  4. Erstellt am 2. April 2009 um 09:11 | Permanent-Link

    Hier auch zwei interessante Beiträge zur Medienberichterstattung um Winnenden:

    Zum ersten ein Beitrag von Stefan Niggemeier zum Thema wie die Medien mit den Betroffenen umgehen und wie sich N-TV live lächerlich macht.

    Zum zweiten ein Beitrag von Zapp über den Aufmarsch der Reporter vor Ort.

  5. Erstellt am 10. April 2009 um 08:17 | Permanent-Link

    Und hier noch ein Nachzügler, mal wieder bei Stefan Niggemeier gefunden, der die Aussagen eines Psychologen zum Beitrag der Medien zur potentiellen Mobilmachung von Nachahmungstätern mit Bildern aus der Berichterstattung unterlegt.

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